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Mini-Disc
Mini-Disc sehen aus wie kleine Disketten. In Ihrem Inneren befindet sich eine Art Mini-CD mit 6,4 Zentimetern
Durchmesser. Sie hat eine Kapazität von 74 Minuten in digitaler CD-ähnlicher Qualität.
Zusätzlich kann der Titelname gespeichert werden, oder Titel geteilt, verschoben oder aneinandergefügt werden.
Eine Mini-Disc hat eine Kapazität von 130 MByte. Um die Laufzeit von 74 Minuten zu realisieren werden die Audio-Informationen
auf 20 Prozent verringert.
Es werden zwei Arten von Mini-Disc unterschieden:
Einerseits die für Aufnahme und Wiedergabe, andererseits die fertig bespielten, die ausschließlich für
Musikwiedergabe geeignet sind. Der Inhalt einer vorbespielten Mini-Disc kann nicht gelöscht werden.
Diese Variante entspricht technisch einer kleinen CD. Sie kann deshalb auch in CD-Preßwerken hergestellt werden.
Die bespielbare MD arbeitet mit der sogenannten magneto-optischen Aufzeichnung. Magneto-optische Medien speichern Informationen
dauerhaft und lassen sich beliebig oft löschen.
Bei der Musikaufnahme wirkt ein starker Laser (10-fache von Audio-CD) mit einem kleinen Elektromagneten zusammen. Während des Aufzeichnungsvorgangs
erwärmt der Laser die Magnetschicht auf der MD-Scheibe auf ca. 200 Grad. Bei dieser Temperatur
läßt sich die Richtung kleinster Teilchen in der Magnetschicht durch ein Magnetfeld verändern und in einen Zustand
bringen, der auch nach dem Abkühlen erhalten bleibt.
Wichtig bei diesem Vorgang ist eine möglichst starke und gleichmäßige Magnetisierung, damit die gespeicherte
Information später sicher wieder ausgelesen werden kann. Erreicht wird dies durch einen Magnetkopf, der von oben auf der
Platte schleift. Von einer verschleißfreien Abtastung kann also keine Rede sein.
Für die Wiedergabe reicht ein Lese-Laser, der durch die unterschiedlich ausgerichteten
Magnetteilchen reflektiert wird. Bereits eine Änderung um 0.3 Grad reicht aus um die Daten zuverlässig zu lesen.
Die von der Industrie versprochene Qualität hält sich allerdings in Grenzen. Jedes eingehende Musikmaterial
wird durch die Datenreduktionsmühle gedreht. Also spätestens beim digitalen kopieren wird das Signal erneut
eingedampft. Wer also aus einigen Stunden Radiomitschnitt die Highlights rauspicken will, erhält ein stark verlustbehaftetes
Signal. Da lobe ich mir dann doch MP3, das beim kopieren verlustfrei und bitgenau bleibt!
Eine Alternative bietet eventuell die Firma EDL, die verlustfreies Kopieren und Handling von MD-Daten verspricht!
Aktuell bietet Sony den MDS-PC1 an. Über Control-1 Schnittstelle ist es möglich, die MiniDisc über den PC zu editieren
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